Referenz

Geissbergbach, Ableitung zur Sitter, Microtunneling

Auftraggeber
ARGE Micro GBB
c/o Cellere Bau AG
Lukasstr. 21
CH-9008 St. Gallen
Bauherr
Stadt St. Gallen
Tiefbauamt
Neugasse 1
CH-9004 St. Gallen
Ingenieurbüro
Grünenfelder & Lorenz AG
Vadianstrasse 35
CH-9000 St. Gallen
Bauzeit
01/2021 - laufend
Leistung
Gewässerfassung
Unterquerungen
Straße | Gebirge | Naturschutzgebiet
Verfahren
Vollschnittverfahren

Projektinformation

St. Gallen Altenwegen Hochwasserschutz, Geissbergbach Ableitung zur Sitter:

Das Projekt sieht vor, dass im tiefsten Geländepunkt am Fusse des Autobahndammes der A1 anfallende Wasser über eine unterirdische Ableitung der Sitter zuzuführen. Der im oberen Bereich offene Geissbergbach wird im unteren, heute eingedolten Abschnitt bis zur A1 offen gelegt. Der unterste Abschnitt zur Sitter liegt in einem Landschaftsschutzgebiet (Schutzverordnung Sitter- und Wattbachlandschaft). Nach dem Austritt der unterirdischen Ableitung übernimmt hier eine vorhandene Geländerinne die Funktion als Bachbett. Der Bach wird hier sein Bett durch die natürliche Erosionswirkung selber gestalten. Landschaftlich ergibt sich ein im Wald liegendes, wenig wahrnehmbares, aber neues Naturelement. Der Bau des anschliessenden 450 m langen Abschnittes erfolgt mittels Microtunneling. Der ca. 7 m tiefe Startschacht wird mit einem ausgesteiften Spundwandabschluss umfasst. Im Startschacht wird nach Abschluss des Leitungsbaus ein Zwischenschacht erstellt. Auf den ersten 110 m werden im Grundwasser liegende Seeablagerungen durchfahren. Darauf folgen ca. 25 m Moräne und gut 300 m Molassefels. Der Vortrieb endet in der steilen Tobelflanke auf Höhe eines Zwischenplateaus. Ein eigentlicher Zielschacht ist hier nicht  erforderlich. Das Microtunneling tritt hier aus der steilen Hangböschung aus. Die hohen Abflussgeschwindigkeiten erfordern den Bau eines Auslaufbauwerkes das die Energie vernichtet, bevor der Abfluss über die Steilstrecke zur Sitter erfolgt. Vorgesehen ist eine Toskammer mit Prallwand. Für die Bergung der Vortriebsmaschine und den Bau des Auslaufbauwerkes wird ein entsprechend grosser Bereich bauseits gerodet. Die Erschliessungsstrasse bleibt für den späteren Unterhalt bestehen.