Referenz

Dresden, Gewässerschutzmaßnahme Prießnitzmündung Los 2: Sanierung Regenüberläufe Bautzner Straße/Überleitung zum Altstädter Abfangkanal

Auftraggeber
Echterhoff Bau GmbH
Polysiusstraße 8
D-0684 Dessau-Roßlau
Bauherr
Stadtentwässerung Desden GmbH
Scharfenberger Str. 152
01139 Dresden
Ingenieurbüro
DAR
Bernhardtstr. 92
01187 Dresden
Tel. 0351 4076700-70
Bauzeit
05/2017 - 09/2017
Leistung
Kanalbau
Unterquerungen
Straße | Gleis | Gewässer
Verfahren
Teilschnittverfahren

Projektinformation

Maßnahmen der Stadtentwässerung Dresden GmbH zur Sanierung der RUE Bautzner Straße und zur Überleitung zum Altstädter Abfangkanal: Den Rohrvortriebsarbeiten beim Bauvorhaben Dresden H2 ging eine intensive Planungsphase voraus, in der verschiedene Möglichkeiten zur Ausführung standen. Schlussendlich erfolgte die geplante Trassierung der Rohrvortriebsarbeiten beginnend mit einem horizontalen Radius von 250 m und endend in einer Raumkurve(RH=280 m; RV=1.290 m) unter der Prießnitzbrücke im Schutz eines Injektionsschirms. Die gesamte Haltung weist eine Länge von 84 m auf. Aufgrund von sehr geringen geplanten Überlagerungen im Bereich der Unterfahrung Prießnitzbrücke wurden im Vorfeld Untersuchungen zur Verfestigung des Baugrundes vom Rohrvortrieb gemacht. Dies sollte Gewährleisten, die Setzungserscheinungen auf ein Minimum zu begrenzen. Zur Ausführung kam in gemeinsamer Abstimmung mit Bauherr, Planer, Auftraggeber und der bauausführenden Firma Braumann Tiefbau GmbH ein Injektionsschirm als vorauseilende Sicherung. Diese Sicherung sollte einerseits eine stabilisierende und verfestigende Wirkung des umliegenden Baugrundes ermöglichen, aber sollte bei Bedarf auch auf plötzlichen Zudrang von Wasser aus der Ortsbrust (Prießnitzbach) reagieren. Zum Einsatz kam ein Verfestigungsschaum auf Silikatbasis, der auf beide Anforderungen zielführende Lösungen lieferte. Während der Ausführung zeigte sich, dass der Injektionsschaum je nach Lagerungsdichte des Baugrundes teils sehr hohe Festigkeiten erreicht, was im Anstieg der Pressenkräfte sehr deutlich sichtbar wurde. Auch konnte der Wasserzudrang, der speziell im Bereich Sohlgewölbe Prießnitzbrücke auftrat, mit dieser Methode sehr gut gesteuert und minimiert werden. Diese Zusatzmaßnahmen erforderten ein genaues und gewissenhaftes Arbeiten aller Beteiligten. Die geplante Bauzeit konnte, trotz einiger nicht erwarteter technischer Problemstellungen(Blockwerk im Bereich der Brückenfundamente), um 1 Woche unterschritten werden. Die gesamte Haltung wurde unter Einhaltung der vorgegebenen Abweichungs- und Lagetoleranzen und unter Einhaltung der zulässigen Setzungen nach 9 Wochen Bauzeit projekt- und termingemäß an den Auftraggeber übergeben.